News-Ticker

  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Glasfaserausbau im Landkreis Fulda

Glasfaserausbau im Landkreis Fulda: Umfassende Informationen für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ebersburg

 

Die Gemeinde Ebersburg ist im Clusters 2 im Rahmen des geförderten Glasfaserausbaus im Landkreis Fulda. Die Vermarktungsphase für die Haushalte und Betriebe in Ebersburg hat bereits zu Beginn dieses Jahres begonnen. Der Baustart für die Tiefbauarbeiten ist nach aktueller Planung für April 2026 vorgesehen. Damit fällt Ebersburg in eine der frühen Ausbauphasen des landkreisweiten Projekts, mit dem der ländliche Raum an zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur angeschlossen wird.

 

Der Landkreis Fulda startet einen groß angelegten geförderten Glasfaserausbau (FTTH – Glasfaser bis ins Gebäude). Die Deutsche Telekom hat hierfür die öffentliche Ausschreibung gewonnen und setzt den Ausbau in mehreren Teilprojekten um. Zum Auftakt für die Gemeinde Ebersburg (Cluster 2). 

 

1) Was wird im Landkreis Fulda ausgebaut?

Im geförderten Projekt sollen 20.500 Adressen erschlossen werden; insgesamt werden dabei laut Projektkommunikation rund 35.000 Haushalte, etwa 5.000 Gewerbebetriebe sowie ca. 100 kommunale Gebäude vom Ausbau profitieren. Der Ausbau ist in elf Ausbauprojekte gegliedert; die Telekom plant dafür u. a. mehr als 900 km Glasfaserkabel bis ins Haus sowie rund 800 neue Netzverteiler

Ergänzend weist der Landkreis Fulda auf bereits umgesetzte bzw. vorbereitende Maßnahmen im Rahmen der „Weiße-Flecken-Förderung“ hin (u. a. Tiefbau, Leerrohre, Glasfaserkabel). 

 

2) Wer finanziert das Projekt?

Nach Angaben des Landes Hessen wird der Ausbau gemeinsam von Bund, Land und Landkreis getragen (Größenordnung: Land ~40 Mio. Euro, Bund ~48 Mio. Euro, Landkreis ~10 Mio. Euro). Ziel ist eine zukunftssichere Breitbandversorgung im ländlichen Raum.

 

3) Was bedeutet das konkret für Ebersburg?

Für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ebersburg ist entscheidend: Ob und wann einzelne Ortsteile/Straßenzüge in der Förderkulisse liegen, wird projektbezogen geplant und fortgeschrieben. Der Landkreis Fulda veröffentlicht hierzu u. a. Übersichten zur „Terminierung der Gemeinden“ sowie allgemeine Projektinformationen im Breitband-Bereich seiner Website. 

 

4) Anbieterwahl: Kann ich meinen Internetanbieter frei wählen?

Bei geförderten Netzen ist grundsätzlich ein offener und diskriminierungsfreier Netzzugang (Open Access) vorgesehen, um Wettbewerb und Anbieterwahl zu ermöglichen. 
Das bedeutet in der Praxis: Auch wenn die Telekom die Infrastruktur baut/betreibt, können – je nach verfügbarer Vorleistungsanbindung – weitere Anbieter Tarife über dieses Netz anbieten.

Beispiele für Anbieter, die (bundesweit) auf bzw. mit Telekom-FTTH-Infrastruktur vermarkten bzw. kooperieren (Auswahl):

  • Deutsche Telekom

  • 1&1 (Vermarktung von Telekom-FTTH im Rahmen einer Vereinbarung) 

  • O2 / Telefónica (Vermarktung dort, wo Telekom-FTTH ausgebaut ist/ausgebaut wird))

  • Vodafone (als von der Telekom benannter Partner/Anbieter im Open-Access-/Partnerkontext)

Wichtig: Welche Anbieter an Ihrer konkreten Adresse tatsächlich buchbar sind, hängt von der technischen/vertraglichen Verfügbarkeit ab. Verbindlich ist immer die jeweilige Verfügbarkeitsprüfung.

 

5) Wie erfahre ich, ob meine Adresse im Ausbau liegt?

  • Online-Verfügbarkeit prüfen: Die Telekom bietet eine Glasfaser-Verfügbarkeitsprüfung per Adresseingabe an (Ausbau-/Statuskarte). 

  • Informationen per Post: In den Ausbaugebieten werden Anwohnerinnen und Anwohner laut Telekom postalisch kontaktiert und über das weitere Vorgehen informiert. 

     

6) Wie läuft der Hausanschluss ab (Eigentümer/Mieter)?

Ein Glasfaseranschluss „kommt nicht automatisch“ ins Haus – in der Regel ist die Zustimmung der Eigentümer erforderlich, damit die Telekom das Gebäude an das neue Netz anschließen kann. Mieterinnen und Mieter können den Anschluss anstoßen; die Telekom nimmt dann Kontakt mit den Vermietern auf, um die Ausführung (Hausanschlusspunkt, Leitungsweg im Haus) abzustimmen.

 

7) Wie erfolgt die Kontaktaufnahme – und woran erkenne ich seriöse Vertriebsansprache?

Neben Anschreiben sind im Glasfaserausbau Postwurfsendungen sowie Beratung im persönlichen Kontakt (Haustürvertrieb) branchenüblich. Die Telekom beschreibt, dass Direktvermarkter in Ausbaugebieten im Vorfeld u. a. über Postwurfsendungen angekündigt werden; zudem gibt es klare Regeln zur Identifikation (Dienstkleidung, Ausweis/QR-Code etc.).
Empfehlung der Gemeinde: Unterschreiben Sie nichts unter Zeitdruck und prüfen Sie Ausweise/Autorisierung sorgfältig.

 

8) Warum wird nicht überall gebaut (z. B. in Bereichen mit Kabelnetz)?

Der geförderte Ausbau konzentriert sich auf unterversorgte Adressen („Förderkulisse“ / „Weiße Flecken“). Wo bereits privatwirtschaftlich eine leistungsfähige Versorgung besteht oder zu erwarten ist, wird Förderung in der Regel ausgeschlossen (Vorrang privatwirtschaftlicher Ausbau/Markterkundung). 
Konsequenz: In Straßenzügen mit bereits gigabitfähigen Angeboten (z. B. über Kabelnetze) kann es sein, dass kein geförderter Glasfaserausbau vorgesehen ist – bitte stets über die Verfügbarkeitsprüfung und die Projektübersichten gegenprüfen.
 

9) Ansprechpartner

Landkreis Fulda – Regionalentwicklung (Breitband)
Wörthstraße 15, 36037 Fulda · Bürgerservice: 0661 115 · Telefon: 0661 6006-0

Deutsche Telekom – allgemeine Kontaktwege (Privatkunden/Eigentümer/Geschäftskunden)
Hotlines und Kontaktoptionen sind über die Telekom-Hilfeseiten zum Glasfaser-Kontakt ausgewiesen. 

 

Bürgermeister Benjamin Reinhart

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Di, 13. Januar 2026

Weitere Meldungen

Bio-Tonne: Richtig trennen zahlt sich aus

PRESSEMITTEILUNG Nr. 102/2026 Landkreis Fulda   Im Abfall schlummern wertvolle Stoffe Bio-Tonne: ...

Gemeinde Ebersburg schließt mit RhönEnergie Konzessionsvertrag für Stromnetz ab

Die Gemeinde Ebersburg hat mit der RhönEnergie Gruppe einen Konzessionsvertrag für den Betrieb ...