Grundwasser

Das 2011 begonnene Beratungsprogramm des Landes zum Schutz von Grund- und Oberflächengewässern wird bis 2020 fortgesetzt.

Ziel des Programms ist es, Stickstoffüberschüsse im Boden zu verringern sowie Phosphat- und Bodeneinträge in Oberflächengewässer zu vermeiden.

Um die diffusen Einträge von den landwirtschaftlichen Flächen zu mindern, findet seit 2011 in Gebieten mit einem höheren Belastungspotential (Maßnahmenräumen) eine gewässerschutzorientierte Beratung der Landwirte statt.

Gemäß dem WRRL-Maßnahmenprogramm 2015 -2021 wird auch weiterhin diese intensivere Beratung durch örtliche Maßnahmenträger, aufbauend auf der flächendeckenden Grundberatung durch den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), den Landwirten angeboten.

Vom Regierungspräsidium, zuständig für die regionale Steuerung der Maßnahmenumsetzung, wurden die Maßnahmenräume an Hand des auf Gemarkungsebene ermittelten Belastungspotentials festgelegt und örtliche Maßnahmenträger mit der Projektumsetzung beauftragt. Über eine vertragliche Vereinbarung mit dem jeweiligen örtlichen Maßnahmenträger (Kommunen oder Wasserversorgungsunternehmen) wird den Landwirten durch qualifizierte landwirtschaftliche Berater eine kostenlose Gewässerschutzberatung angeboten. Die den Maßnahmenträgern entstehenden Beratungskosten sowie die Kosten für beratungsbegleitende Maßnahmen werden vom Land Hessen übernommen.

Das Angebot ist vielfältig:
Bodenproben zur Ermittlung des Nährstoffgehaltes der Böden und darauf aufbauende Düngeempfehlungen, Stickstoff- bzw. Phosphor-Bilanzierungen, Feldbegehungen, Anlage von Demonstrationsflächen/Anbau-beispielen, vegetationsbegleitende Untersuchungen, Wirtschaftsdüngeranalysen und Rundschreiben, um nur einige Beispiele zu nennen.

Darüber hinaus fungieren sogenannte Leitbetriebe mit dort angelegten Dauerbeobachtungsflächen und einem umfassenden Beratungsangebot als Multiplikatoren für die weiteren Landwirte im jeweiligen Maßnahmenraum.

Seit Anfang 2011 wurden vom Regierungspräsidium Kassel 23 Verträge mit Maßnahmenträgern abgeschlossen, die mit Beginn des Jahres 2018  um 3 Jahre, also bis 2020 verlängert werden konnten.
Die Maßnahmenträger haben die Beratungsleistungen 2017 zum Teil auch EU-weit erneut ausgeschrieben und an unterschiedliche Beratungsinstitutionen vergeben.

Über den jeweiligen Stand der Aktivitäten dem Maßnahmenraum Ebersburg-Eichenzell-Poppenhausen informiert das Beratungsbüro unter folgendem eingerichteten Internetauftritt:

http://www.schnittstelle-boden-wrrl-hessen.de/mr_rhoen.html