Praxisintegrierte vergütete Ausbildung für Erzieher/innen

Praxisintegrierte vergütete Ausbildung für Erzieher/innen

Initiative für die Ausbildung von Fachkräften

Durch den steigenden Bedarf an Kinderbetreuung insbesondere im Bereich der Kinderkrippen steigt auch der Bedarf an staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher. Seither dauerte die Ausbildung für diese Fachkräfte insgesamt 5 Jahre, wobei lediglich im letzten Ausbildungsjahr, dem sogenannten „Anerkennungsjahr“ eine Vergütung für das Praktikum gezahlt wird. 

Ab 01. August 2019 bildet die Gemeinde Ebersburg erstmals eine Erzieherin im Rahmen einer dreijährigen „praxisintegrierten vergüteten Ausbildung“ aus und erhält hierfür eine Förderung des Bundes aus dem Programm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“. Mit dieser Initiative will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend neue Impulse zur Personalgewinnung in der Kinderbetreuung setzen und ergänzt damit die Bemühungen von Ländern und Kommunen.  Ziel ist es dabei, mehr Nachwuchs zu gewinnen, indem der Einstieg durch eine vergütete Ausbildung zur Erzieherinnen bzw. zum Erzieher erleichtert wird. Mit ergänzender Förderung soll eine gute Ausbildungspraxis gefördert werden.  

Bürgermeisterin Brigitte Kram berichtet, dass der Gemeindevorstand sich sehr kurzfristig aber aus voller Überzeugung für dieses Angebot entschieden hat. Es bestand bei allen Beteiligten die Überzeugung, dass mit diesem neuen Angebot einer dreijährigen praxisintegrierten vergüteten Ausbildung der richtige Weg zur Gewinnung von Fachkräften für die Kinderbetreuung eingeschlagen wird. Die Gemeinde Ebersburg hat zu diesem Zweck eine Kooperationsvereinbarung mit der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld geschlossen, die den schulischen Teil der Praxisorientierten Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum staatlich anerkannten Erzieher übernimmt.

Die Leiterin der ausbildenden Kindertagesstätte „Sternschnuppe“ in Thalau, Martina Wehner-Schleicher, übernimmt die praktische Anleitung. Sie räumt ein, dass es durchaus noch viel Klärungsbedarf zwischen Kindertagesstätte und Fachschule gibt. Dennoch freut Sie sich über diese zukunftsweisende Entwicklung, die auch ein Gewinn für die Einrichtung vor Ort sein wird. Die neue Auszubildende der Kindertagesstätte, Magdalena Reith aus Thalau,  hat durch „Mundpropaganda“ von dieser noch relativ unbekannten Ausbildungsmöglichkeit erfahren und eine Initiativbewerbung  in ihrer Heimatgemeinde gestartet.

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