Forscherturm für Kindertagesstätte Thalau

Forscherturm für Kindertagesstätte Thalau

Endlich wird der Wunsch endlich Realität: Der Forscherturm für die Kindertagesstätte Thalau hat jetzt seinen Platz gefunden – aber noch steht er außerhalb des Kindertagesstätte-Geländes. Hat sich da jemand vermessen?

Ebersburg verfolgt das Ziel, auch mit den Jüngsten eine klimafreundliche Kommune zu gestalten und auf diesem Weg ebenso die Erwachsenen zu begeistern. Die Kitas und Grundschulen der Gemeinde haben sich schon in 2015 in einem gemeinsamen Workshop "Energie erforschen und Zukunft gestalten -Bildung für nachhaltige Entwicklung" fortgebildet und die Ergebnisse in vielfältiger Weise in der praktischen Arbeit umgesetzt.

Die kommunale Kita Sternschnuppe in Thalau setzt sich dazu kontinuierlich mit ihren Projekten "Unsere Umwelt ist einfach wunderbar, wunderbar einfach lernen ich von ihr" immer wieder neu, kindgerecht und nachhaltig auseinander. Sie ist ein Lernort für nachhaltiges Handeln, indem ökologische Zusammenhänge thematisiert und im Sinne von Zukunftsfähigkeit ein wichtiger Bereich der Bildungsarbeit sind. Dabei wurde erkannt, dass nachhaltige und erfolgreiche Klimaprojekte in ihrer Einfachheit immer einzubauen sind. „Je früher wir beginnen, nachhaltiger zu denken, desto verantwortungsvoller ist der Umgang mit der Umwelt“ fasst dies die Kindertagesstättenleiterin Martina Wehner-Schleicher zusammen.

Ein besonderer Ansporn in dieser kontinuierlichen Arbeit zur Nachhaltigkeit war die Auszeichnung des Hessischen Umweltministeriums in 2019 im Rahmen des Wettbewerbs „So machen wir´s“.

Den Preis in der Sonderkategorie der Klimabildung hat in Frankfurt eine Delegation von Kinder der Kindertagesstätte zusammen mit Eltern und Erzieherinnen in Empfang genommen. Der Ausflug war mit viel Aufregung verbunden und für eine große Überraschung sorgte das Preisgeld von 10.000 €. Jetzt war klar: Damit kann der Wunsch nach einem Forscherturm für die Kinder erfüllt werden.

Sie hatten im Vorfeld der Preisverleihung schon sehr konkrete Vorstellungen entwickelt, wie der aussehen sollte: Ein Turm, auf den die Kindergartenkinder ebenso wie die Krippenkinder draufklettern können und von dort die Natur mit einem Fernglas oder einfach so beobachten können. Dazu gehört außerdem ein Windrad, mit dem der Wind so richtig sichtbar gemacht wird. Unten im Turm muss ein kleiner Raum sein, in dem man experimentieren kann.

Das Vorhaben wurde sofort in die Planung der neuen Außenanlage integriert, da hier ohnehin im Zuge des geplanten An- und Umbaus eine Erweiterung vorgesehen war. Leider zieht sich diese Baumaßnahme aufgrund Verzögerungen bei den Fördermitteln nun wesentlich länger hin als geplant. Dennoch sollten die Kinder nicht so lange auf den Turm warten, denn für ein Kindergartenkind sind zwei oder gar drei Jahre eine sehr lange Zeit. Daher wurde der Forscherturm an der Stelle errichtet, an der er dann auf dem neuen Spielgelände sowieso stehen soll, denn die Fundamente sind beachtlich und deshalb pflanzt man so einen Turm nicht einfach mal wieder um.

Aus dem Grund machen die Kindergartenkinder mit Ihren Erzieherinnen künftig kleine Ausflüge zum Forscherturm, der jetzt schön in der grünen Wiese nahe dem Thalaubach steht. Auch dort gibt es viel zu erforschen. Außerdem ist er dort eine richtige Landmarke, denn er markiert gleichzeitig auch das künftige Ende des neuen Spielplatzgeländes. Damit haben die Kinder schon jetzt eine Vorstellung, wie groß das in Zukunft sein wird.

Leider konnten nur einige wenige der Kinder den Aufbau des neuen Forscherturms überwachen, denn durch die Corona-Beschränkungen waren zu dieser Zeit nur zwei Notgruppen mit insgesamt 10 Kinder in der Einrichtung. Aber das Einweihungsfest feiern dann alle zusammen. 

Wichtig: Der Turm ist ausschließlich ein Spielgerät der Kindertagesstätte und entsprechend nur für kleinere Kinder vorgesehen. Er steht zwar nicht im eingezäunten Bereich des Spielgeländes, aber trotzdem ist eine Nutzung außerhalb der Arbeit der Kindertagesstätte auch aus Haftungsgründen verboten.

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