Ereignis- und arbeits-reiches Jahr 2021 steht Ebersburg bevor - Teil 2

Ein ereignisreiches, aber auch arbeitsreiches Jahr 2021 steht Ebersburg bevor
- Teil 2 -

In der vergangenen Woche wurden schon der erste Teil des Überblicks über die in 2021 anstehenden Maßnahmen in Ebersburg mit Vorstellung der Projekte u. a. im Hochbau veröffentlicht. Im heutigen 2. Teil handelt es sich vorrangig um Maßnahmen im Klimaschutz und zur Klimaanpassung bevor es dann nächste Woche im 3. Teil um den Straßen- und Radwegebau sowie die Digitalisierung geht. Auch hier gilt, dass neben den alltäglichen Unterhaltungsmaßnahmen und Verwaltungsaufgaben das ein oder andere Überraschende noch hinzukommen wird. 

10.    Klimaschutzmaßnahmen und Klimaanpassungsmaßnahmen
Zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz und Klimaanpassung wurden in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt. Dennoch gibt es hier aufgrund der zahlreichen Liegenschaften und Aufgabenbereiche noch viel zu tun. Ein Aktionsplan zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung mit Auswertung der Energie- und Wasserverbräuche sowie möglichen Handlungsansätzen dient dabei als Handlungsleitfaden. Dabei werden auch immer wieder Förderprogramme des Landes und des Bundes in Anspruch genommen, um die Finanzierungsmittel der Gemeinde möglichst effektiv einzusetzen. Allerdings bestehen hierbei auch knappe Zeitfenster für die Antragstellung und Umsetzung.

a)    Klimaschutzmaßnahmen DGH Altenmühle

Für den anstehenden Austausch des Gasheizkessels gegen eine Holzpelletanlage und Installation einer sparsamen Beleuchtung wurde mittlerweile vom Land Hessen eine Förderung von 44.357,10 € auf die förderfähigen Kosten von 49.286,00 € bewilligt.

b)    Sonnenschutz für alle drei Kindertagesstätten

Als Klimaanpassungsmaßnahme ist die Ergänzung bzw. Erneuerung der Sonnenschutz-Rollos einschl. der technischen Vorrichtungen für die Fluchttüren usw. im Frühjahr 2021 vorgesehen. Das Land Hessen hat für die Gesamtkosten von 28.000 € eine Förderung von knapp 21.000 € bewilligt

c)    Klimaschutzmaßnahmen BGH Schmalnau mit Feuerwehrhaus

Nach Prüfung verschiedener Alternativen wird in den nächsten Wochen der Förderantrag für den Austausch des Ölheizkessels und des veralteten Heizölerdtanks (Austausch erforderlich) gestellt werden. Aufgrund der relativ hohen Stromverbräuche ist zudem eine PV-Anlage vorgesehen. Hier gab es aber besondere statische Herausforderungen, die gelöst werden mussten. Das Land Hessen fördert diese Gesamtmaßnahme mit 90 bis 100 %.

d)    Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen MZH Thalau

Auch in der MZH Thalau soll der veraltete Heizölkessel ausgetauscht und ggf. eine PV-Anlage installiert werden. Derzeit werden hier noch verschiedene Konzepte einschl. einer Sanierung der Fenster und Türen geprüft. Gleichzeitig bestehen Überlegungen hinsichtlich eines Sonnenschutzes als Klimaanpassung. Für einen großen Teil der Maßnahmen werden auch hier Fördermittel des Landes mit bis zu 100 % beantragt.  Aufgrund der Größe des Heizkessels wird hierfür ggf. ein alternatives Förderprogramm des Bundes in Anspruch genommen werden müssen.

e)    Umrüstung Flutlichtanlagen Sportplätze mit Regenwasserzisternen / PV-Anlage

Für die drei Sportanlagen in Schmalnau, Thalau und Weyhers ist die Umrüstung der Flutlichtanlagen auf energiesparende und sternenparkfreundliche LED-Beleuchtung vorgesehen. Für den Sportplatz Weyhers wurde hier der Förderantrag als Pilotprojekt mit dem Ziel einer 90 bis 100 % Förderung beim Land Hessen gestellt. Sobald hier eine Bewilligung erfolgt, soll dies gleichzeitig für die Sportanlage in Schmalnau und Thalau ebenfalls beantragt werden. Verbunden wird dies mit einer Regenwasserrückhaltung für Sportplatzbewässerung (Klimaanpassung) und /oder Installation von PV-Anlagen für den Eigenbedarf, wofür ebenfalls eine Förderung des Landes in der vorgenannten Höhe erwartet wird.  Sollte die hohe Klimaschutzförderung des Landes für die Flutlichtanlage nicht möglich sein, wird ein alternatives Programm vom Bund in Verbindung mit einer Förderung des Landkreises genutzt werden, wobei dann ein Eigenanteil zu finanzieren wäre.

f)    Mit Gebäudeautomation Energieverbräuche reduzieren und Sicherheit gewinnen

Ebersburg hat in Zusammenarbeit mit einigen anderen Kommunen im Landkreis Fulda die Einführung der Gebäudeautomation (Fernwirktechnik) als Pilotprojekt im kommunalen Bereich bei dem BGH Weyhers und der MZH Thalau gestartet. Ziel war es dabei, z. B. das Beheizen der einzelnen Räume abhängig von den wechselnden Belegungszeiten zu steuern. Ebenso sind Warnmeldungen bei Ausfall der Heizung o. ä ganz wichtig. Hier galt es Erfahrungen zu sammeln, Lösungen auch im Hinblick auf die kommunalen Anforderungen für Bürgerhäuser, Kindergärten usw. voranzutreiben. Dies war nur gemeinschaftlich mit mehreren Kommunen und einem kompetenten Dienstleister vor Ort möglich. Mittlerweile kann die vorhandene Technik und Software flächendeckend für die Liegenschaften eingesetzt werden und das Land Hessen fördert solche Vorhaben mit dem Ziel der Energieeinsparung.  Daher sollen ab 2021 weitere Liegenschaften an das gemeinschaftliche System angeschlossen werden.

Bürgerhaus Schmalnau
Bürgerhaus Ebersberg

11.    Starkregenanalyse mit anschließender Maßnahmenumsetzung
Die Erstellung einer Starkregenanalyse gehört auch zu den Maßnahmen der Klimaanpassung, hat aber eine wesentlich andere Zielgruppe als die o.g. Projekte. Hier sollen die Gefahrenpunkte bei Starkregen und deren Ursachen dokumentiert und Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden ermittelt werden. Dies ist erforderlich, um auf dieser Grundlage

  • Argumente gegenüber beteiligten Behörden vorzubringen,
  • Genehmigungen für die erforderlichen Änderungen am bestehenden Entwässerungssystem zu beantragen und
  • Förderungen für die Baumaßnahmen zu erhalten.

Derzeit wird die Basisbetrachtung erstellt, die bis Ende Januar 2021 fertiggestellt ist. Die Detailbetrachtung der bis zu 10 größten Problempunkte mit möglichen Lösungsansätzen erfolgt auf dieser Grundalge und soll im März 2021 fertiggestellt werden. Die Ergebnisse werden öffentlich vorgestellt. Auf Grundlage von erforderlichen Verhandlungen mit den Eigentümern betroffener Grundstücke und Gremienbeschlüssen sollen dann die Förderanträge für die Baumaßnahmen gestellt werden, um schnellst möglich mit der Umsetzung zu beginnen.  Auch hierfür stellt das Land Hessen eine Förderung von 90 bis 100 % in Aussicht. 

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