Baugebiet Borngurn II. Abschnitt - Juli 2006
Erschließungsarbeiten für den II. Abschnitt im Baugebiet„Im Borngrund“ im Ortsteil Weyhers haben begonnen 

Mit städtebaulichem Vertrag vom März 2004 für das Baugebiet „Im Borngrund“ im Ortsteil Weyhers hat die Gemeinde erstmals die Erschließung und Vermarktung von Baulandflächen einem privaten Unternehmen übertragen. Hierbei wurden die Rahmenbedingungen zwischen Gemeinde, Abwasserverband und Erschließungsträger detailliert vereinbart. So ist z. B.  die Qualität der Erschließung bis hin zur konkreten Straßenplanung und auch eine Preisobergrenze festgelegt worden. Ebenso war es wichtiger Vertragsbestandteil, dass die in dem Baugebiet entstehenden Wohnhäuser nicht unbedingt mit dem Erschließungsträger sondern auch mit anderen Architekten realisiert werden können. Die Preisobergrenze für die zu verkaufenden Grundstücke entspricht dabei den kommunalen Grundstückspreisen der großen Ortsteile Schmalnau und Thalau.

 

In dem Baugebiet „Im Borngrund“ verfolgte die Bauleitplanung ein landschaftsgerechtes Bauen. Grundlage der Bauleitplanung war einerseits ein möglichst schonender Eingriff in die Natur und andererseits eine Siedlungsgestaltung, die dem dörflichen Charakter entspricht. Die Grundstücke werden dabei um insgesamt vier Plätze bzw. Wohnhöfe angeordnet. So entstehen Einheiten von 4 – 6 Häuser, die das Zusammenleben der Anwohner fördern. Das Baugebiet umfasst zwei Bauabschnitte. Der 1. Bauabschnitt mit 8 bzw. 10 Baugrundstücken (abhängig von Einfamilien- oder Doppelhäusern) wurde in 2005 erschlossen und vermarktet. Hier sind zwischenzeitlich 3 Gebäude fertig gestellt und 2 weitere befinden sich im Bau.

 

In der vergangenen Woche wurde der 2. Bauabschnitt begonnen. Hier entstehen zwei Stichstraßen mit Wohnhof, die insgesamt 12 bzw. 14 Baugrundstücke (abhängig von Einzel- oder Doppelhäusern) erschließen. Auch hier sind bereits einzelne Grundstücke verkauft und konkrete Baumaßnahmen für dieses Jahr geplant.

 

Je nach Baufortschritt wird die Erschließungsstraße im 1. Bauabschnitt in diesem oder kommenden Jahr fertig gestellt, da auch hier zunächst nur ein Vorstufenausbau erfolgte, um frühzeitige Straßenschäden durch nachträglich hergestellte Hausanschlüsse zu vermeiden.

 

Insgesamt stellt sich die „Privatisierung“ der Baulanderschließung und Vermarktung als gelungenes Projekt dar, da hier dennoch keine erhöhten Preise seitens des privaten Erschließungsträgers gefordert werden. Durch Bauleitplanung und die Regelungen des städtebaulichen Vertrages hat die Gemeinde nach wie vor Einfluss auf die Rahmenbedingungen für dieses Baugebiet. Dem gegenüber konnten Synergieeffekte, die sich durch den privaten Erschließungsträger ergeben, genutzt werden, ohne dass die Gemeinde in Vorleistung treten muss.

  
Letzte Aktualisierung ( Montag, 21 August 2006 )