Start für "Betreutes Wohnen zu Hause im oberen Fuldatal" (21.03.2012) Drucken E-Mail

Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen

 

Bundesregierung fördert "Betreutes Wohnen zu Hause im oberen Fuldatal“

  Aus fast 500 Projekten wurde es als eines von nur 44 bundesweit ausgewählt: mit 100.000 Euro fördert die Bundesregierung den Verein Miteinander - Füreinander Oberes Fuldatal e. V. bei dem Projekt „Betreutes Wohnen zu Hause im oberen Fuldatal“ in den nächsten drei Jahren. Im Kern geht es um aktive Nachbarschaftshilfe und das Aufrechterhalten der Kontakte gerade alter Menschen, die möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben möchten.

Im Rathaus in Gersfeld wurde das Projekt nun mit einer Auftaktveranstaltung offiziell gestartet. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Hans Unbehauen, konnte eine ungewöhnlich große Zahl von Gästen begrüßen, von der kommunalen bis zur Bundesebene.

  

Bereits seit Jahren stellen an die 60 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer einen festen Anker im Leben vieler älterer Menschen dar. Die ehrenamtliche Arbeit geht von Besuchen zu Hause über Begleitung beim Arztbesuch, Hilfe im Haushalt bei Notlagen über Hilfe beim Einkauf bis zum Ausfüllen von Anträgen und mehr.

  

Das jetzige Projekt fördert Maßnahmen zur Erhaltung der geistigen und körperlichen Aktivität, zur Verbesserung der sozialen Kontakte, z. B. durch gemeinsames Mittagessen, Beratung bei Hilfeleistungen, Wohnungsanpassung, barrierefreies Planen und Bauen bis zur Entwicklung neuer Wohnformen. Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sollen zu diesen und anderen Fragen eine Beratermappe erhalten, wodurch Fragen beantwortet und durch umfangreiche Information die Sicherheit der Ehrenamtlichen gestärkt werden soll.

  

Zum Auftakt des Projektes erläuterte Frau Weidmann-Kampe aus dem Bundesfamilienministerium das Programm. Dr. Unbehauen bekräftigte als Vorsitzender des Vereins das Engagement der ehrenamtlichen Mitglieder, Helferinnen und Helfer auch für die Zukunft und nannte als zentrales Ziel, dass "ältere Menschen so lange wie möglich auch dann in der gewohnten Umgebung wohnen bleiben können, wenn die eigenen Kräfte nachlassen." Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sei dies ein wichtiger Beitrag für die älteren Menschen im oberen Fuldatal.

  

Auch die Gäste aus Politik und Gemeinde zeigten sich beeindruckt von den Leistungen des Vereins bei der aktiven Seniorenbetreuung. Allen voran zählen die beiden Bürgermeisterinnen von Gersfeld, Margit Trittin und von Ebersburg, Brigitte Erb, zu den aktiven Unterstützerinnen, und ebenso machte der kommende Gersfelder Bürgermeister Peter Wolff dem Auftakt seine Aufwartung. Die beiden Bürgermeisterinnen hatten bei einem gemeinsamen Spaziergang die Idee für den Verein mit seinen zahlreichen Initiativen "geboren" und das aktuelle Projekt mit viel Vorarbeit und mit Hilfe des heimischen Bundestagsabgeordneten Michael Brand "an Land" ziehen können.

  

MdB Michael Brand brachte herzliche Grüße von Bundesministerin Schröder persönlich mit. Er zeigte sich beeindruckt von dem großen Einsatz: "Die Welt lebt sehr von Menschen, die mehr tun als das, was man die Pflicht nennt", betonte Brand. Die vielen Freiwilligen lobte Brand als "Menschen mit Weitsicht, tätiger Nächstenliebe und Herzblut." Der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises, Dr. Heiko Wingenfeld, bewertete die Initiative als ein "Modellprojekt von bundesweitem Rang".

  
Zusammen mit einem bereits begonnenen Modellvorhaben zur Betreuung, Begleitung, Unterstützung und Prävention bei Demenz wollen Verein und kommunale Partner eine ganzheitliche quantitative und qualitative Verbesserung der Versorgungssituation sowie der Präventionsarbeit im oberen Fuldatal erreichen.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21 März 2012 )