Reihe der Workshops für „BioEffizienzdorf Hessen“ abgeschlossen
Der Workshop „Stromeffizienz“ war der vierte und letzte thematische Teil der Informationsveranstaltungen für die Hauseigentümer, um sich mit Energiethemen vertraut zu machen und Einsparpotentiale zu erkennen. An dem Wochenende vom 29. / 30. Januar bzw. am 05. Februar 2011 konnten sich die Teilnehmer des Landesprogramms „BioEffizienzdorf Hessen“ über die Themen Beleuchtung, moderne Kühl- und Gefriergeräte sowie das Erkennen von Stand-by-Verlusten und einiges mehr informieren. Hierbei wurde sehr schnell deutlich, dass mit kleinem finanziellen Aufwand oder nur durch Verhaltensänderung deutliche Einsparungen erreicht werden können.
Wichtig war die Erkenntnis, dass Strom eine Edelenergie darstellt, bei deren Gewinn im Durchschnitt nur 37 % des eingesetzten Energieträgers in das Versorgungsnetz eingespeist und 63 % als Wärmeverluste oder dgl. ungenutzt bleiben. Bei der Einschätzung des eigenen Stromverbauchs in Relation zu Durchschnittswerten oder auch im direkten Vergleich mit den anderen Seminarteilnehmern ergaben sich die nächsten Überraschungen. So mancher fragte sich angesichts des eigenen hohen Stromverbrauchs nach Einsparpotentialen. Neben sparsamen Haushaltsgeräten wurden hier insbesondere die Stand-by-Verluste thematisiert. Sehr schnell wurde deutlich, dass der Verbrauch dieser „heimlichen Stromfresser“ noch immer unterschätzt wird. Jedes Watt Dauerleistung kostet den Verbraucher 1,60 € im Jahr. In einem Haushalt mit Grundausstattung (TV, Video, HiFi, PC, Monitor usw.) entstehen durch Leerlaufverluste rund 100,-- € vermeidbare Kosten jährlich. Mit erweiterter Ausstattung (Warmwasserspeicher, Anrufbeantworter, Satellitenempfänger) erhöhen sich diese Kosten schon auf rund 150,-- €. Das Erkennen und Verhindern von Leerlaufverlusten durch Stand-by-Betrieb war daher eines der wichtigsten Themen.
Ebenfalls mit großem Interesse wurden die Energiespartipps für die Beleuchtung aufgenommen. Ob Flur, Schlafzimmer oder Küche: Lampen sind überall im Einsatz. Die Beleuchtung macht 8 – 12 % der gesamten Stromkosten eines Haushaltes aus. Im Handumdrehen können hier bis zu 80 % der Kosten gespart werden – mit Energiesparlampen. Dabei war es wichtig, dass weit verbreitete Behauptungen bezüglich dieser modernen Beleuchtungstechnik analysiert und auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Unter dem Motto „Die sieben Lichtlügen“ wurden Fragen wie „Braucht das Einschalten von Fluoreszenz-Lampen (FL-Lampen) tatsächlich mehr als eine Stunde Betrieb?“ oder das „Verkürzt das häufige Schalten von FL-Lampen wirklich deren Lebensdauer?“ beantwortet.
Zu den vielfältigen Informationen des Workshops wurden entsprechende Informationsbro-schüren ausgehändigt, in denen die Teilnehmer zu Hause die jeweiligen Themen vertiefen können. Ebenfalls wurden hilfreiche Internetadressen benannt, bei denen weiter gehende und immer wieder aktuelle Informationen erhältlich sind:
- Broschüre zu Energiespartipps für die Beleuchtung bei der Deutschen Energieagentur unter www.dena.de/infos/publikationen/publikation/beep/ - Hier sind auch weitere Energiespartipps für den Haushalt zum Thema Stand-by-Betrieb für PC-Drucker erhältlich.
- Das Hess. Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlicht ebenfalls unter www.spargeraete.de ein Informationsangebot zu „besonders sparsamen Haushaltsgeräten“.
Während des Workshops aber auch danach waren die Diskussionen und der Erfahrungsaustausch in der Gemeinschaft der Teilnehmer, also vielfach mit dem Nachbarn oder Freund, immer wieder hilfreich. Die Referenten der HessenEnergie verabschiedeten die Teilnehmer mit der Aufforderung „Seien und bleiben Sie neugierig“.
In den kommenden Wochen sollen nunmehr bei den interessierten Gebäudeinhaber die Energieberatungen durchgeführt und ab April 2011 die Förderanträge für entsprechende Investitionsmaßnahmen gestellt werden. Hierzu erfolgt nochmals ein gesonderter Informationsabend hinsichtlich der konkreten Förderrichtlinien. Der Termin wird den Teilnehmern noch entsprechend bekannt gegeben.
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