Ebersburg in der Hand des Gemüseräubers
Ein geheimnisvoller Gemüseräuber geht um in den Rhöner Gärten, immer an einem Freitag, den dreizehnten und jedes Mal hinterlässt er winzige Spuren. Ab in die Mitte und ganz aktiv für Ebersburg – das dachten sich sechzehn Kinder, die am letzten Sommerferientag im Ebersburger Ortsteil Ried das Geheimnis um das seltsame Wesen lüften wollten. Erst wurde Gemüse vorbereitet für eine Suppe, deren Duft, über offenem Feuer gekocht, vielleicht den Unbekannten anlocken würde, bevor die kleinen Detektive unter Führung von Andrea Farnung und Andrea Vogel (Rhöner Gärten e.V.) sich auf den Weg machten. Seltsame Spuren fanden sich bei einem Marsch vorbei an den Tatorten der Vergangenheit , Nüsse, winzige Abdrücke am Boden, angebissene Gemüse, ein Apfel, Kräuter, ein mit Moos ausgepolstertes Rindenbettchen, Zapfen und einiges mehr. Viel Wissenswertes über Beobachtungen in der Natur, eine gesunde Küche, Kräuter und Gemüse konnten die beiden Frauen den interessierten Kindern nebenbei vermitteln - nur den Dieb fanden sie nicht.
Zurück am Lagerfeuer stellte man fest, dass Wurzel Watz, so nannte man den Unbekannten, intelligent sein muss, sich gerne draußen aufhält, Gemüse mag- und sehr erfinderisch bei der Wahl seiner Verstecke ist. Gemeinsam zubereitete Wildkräuterbutter auf Brot, die leckere Suppe, eine Joghurtspeise mit Gundelrebe, Honig und Schokostreuseln und zum Abschluss Kräuterstockbrot- satt und mit ihrer Arbeit zufrieden konnten die Kinder von ihren Eltern abgeholt werden, die auch von allem noch kosten durften. Vielleicht beobachtete Wurzel Watz vergeblich das Treiben aus einem sicheren Versteck. Dieses Mal gab es keine Gelegenheit zum Stiebitzen.
|