Der Flächennutzungsplan - Planung für das ganze Gemeindegebiet

Der Flächennutzungsplan (vorbereitende Bauleitplanung) stellt die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung einer Gemeinde in den Grundzügen dar. Ihm kann man die zukünftige Nutzung der Flächen in einer Gemeinde entnehmen, also wo Wohnen, Gewerbe, Grünflächen oder anderes geplant ist.

Der Flächennutzungsplan ist damit das zentrale Instrument einer kommunalen Bodenvorratspolitik. Eine vorausschauende Flächennutzungsplanung stellt sicher, das die Entwicklung der Gemeinde nicht durch Flächenengpässe beschränkt wird. Es geht jedoch nicht darum, möglichst viel Baufläche vorzusehen. Vielmehr ist eine bedarfsgerechte, klima- und umweltschonende und vor allem qualitätsvolle Entwicklung der Kommune das Ziel.

Der Flächennutzungsplan gilt nicht für einzelne Personen
Im Unterschied zum Bebauungsplan hat der Flächennutzungsplan eine mittelbare Wirkung für Bürgerinnen und Bürger. Er gilt als Verwaltungsprogramm. Dennoch ist der Flächennutzungsplan nicht unbedeutend. Über die Darstellung eines Flächennutzungsplanes kann sich die Gemeinde nicht ohne Weiteres hinwegsetzen. Wenn sie in einem Bebauungsplan wesentlich von den Inhalten des Flächennutzugnsplanes abweichen will, muss sie für den Flächennutzungsplan ein Änderungsverfahren durchführen.