Neubau Feuerwehrhaus Ried

Investition in die Sicherheit unserer Bürger: Neubau des Feuerwehrhauses in Ried

Am Standort in Ried befindet sich eine von fünf Ortsteilwehren der Gemeinde Ebersburg. Die Feuerwehr Ried zählt dabei in ihrer Einsatzabteilung 29 Mitglieder und in der Jugendfeuerwehr 12 Jugendliche ab 10 Jahren. Die Feuerwehr als öffentliche kommunale Einrichtung wird vom Verein „Freiwillige Feuerwehr Ried e.V.“ unterstützt, der 190 Mitglieder zählt und zu dem auch eine Musikkapelle gehört.

Am 12. Juli 2017 hat der Herr Staatssekretär Koch vom Hessischen Ministerium des Innern den Bewilligungsbescheid für den Neubau des Feuerwehrhaues in Ried übergeben. Grundlage dafür war die Entscheidung der Gemeinde, einen Neubau  für 1 Million Euro in Ried vorzunehmen. Zuvor erfolgten die Prüfung eines Um- und Anbaus, umfangreiche Diskussionen zum Gesamtkonzept u. v. m. Das Ergebnis mit einem Neubau des Feuerwehrhauses in dem vorgesehen Umfang kommt nunmehr der Sicherheit der Bürger aller Ortsteile zu Gute, da das künftige Konzept hier zentrale Funktionen für das neue Feuerwehrhaus vorsieht:

Aktuelle Ausstattung – Feuerwehrhaus

Der Standort des derzeitigen Feuerwehrhauses liegt in der Kilianstraße 21 in der Ortsmitte von Ried. Derzeit stehen der Feuerwehr etwa 180 m² auf zwei Stockwerken und mit Nebenräumen (Schuppen) zur Verfügung. In der Vergangenheit waren bereits einige Umbauten nötig, um entweder die vorhandene Technik unterzubringen oder wie zuletzt im Jahr 2010, als man den Vorgaben des Arbeits- und Unfallschutzes nicht ausreichend gerecht wurde. Ohne die Maßnahme (damals etwa 14.000 Euro) wäre ein Weiterbetrieb des Feuerwehrhauses und der Feuerwehr als solches nicht möglich gewesen.

Aktuelle Ausstattung – Fahrzeug:

In Ried steht ein 30 Jahre altes ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF). Es eignet sich für die Beförderung von sechs Einsatzkräften (Staffel). Hier wurde bereits beim Land Hessen ein Förderantrag für ein neues Fahrzeug gestellt.

Gründe für einen Neubau:

  1. Das bestehende Gebäude entspricht nicht den aktuellen Anforderungen an den Arbeits-, Gesundheits- und Unfallschutz.
  2. Die Fahrzeughalle ist sehr klein und bietet keine Möglichkeit ein anderes Feuerwehrfahrzeug nach Norm unterzubringen. Da das derzeitige Fahrzeug 30 Jahre alt ist, steht eine Ersatzbeschaffung an. Dafür ist die Fahrzeughalle dann zu klein.
  3. Die Bausubstanz ist mangelhaft und bietet auch keine Möglichkeit mehr durch kleinere Veränderungen die Vorgaben zu erfüllen.
  4. Verschiedene Varianten den bestehenden Altbau mit einem Anbau aufzuwerten und weiterhin zu nutzen bargen zu viele Kompromisse und erwiesen sich als sehr kostenintensiv.
  5. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehr der Gemeinde Ebersburg sieht für den Standort Ried zunächst die Beschaffung eines Mittleren Löschfahrzeuges (MLF) vor und darüber hinaus mittelfristig die Stationierung eines Gerätewagen Logistik (GW-L) nebst wechselnder Beladung, die dann je nach Erfordernis zum Einsatz kommt. Eine Unterbringung dieser Fahrzeuge in Kombination kann weder in einem der anderen Feuerwehrhäuser der Gemeinde, noch in Verbindung mit dem vorhandenen in Ried oder einer Anbauvariante realisiert werden.
  6. Es bestehen für den Katastrophenschutz Anforderungen an die Einsatzabwicklung - unter anderem durch einen geeigneten Funkraum. Dieser wird in dem Neubau berücksichtigt werden.

Künftige Ausstattung – Feuerwehrhaus:

Der Standort des Neubaus befindet sich an gleicher Position des bisherigen. Es ist also zunächst der Abriss des alten Bestandes und der Umzug in eine Übergangsunterkunft nötig.

Das neue Feuerwehrhaus bietet Platz für etwa 40 Einsatzkräfte und 20 Jugendliche (vorgesehener Platz in den Umkleiden). Das Erdgeschoss umfasst zusätzlich zwei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, den dazugehörigen Lager- und Werkstattraum, Haustechnik sowie Sanitärräume und Duschen. Im Obergeschoss finden ein Schulungsraum, ein Raum für die Jugendfeuerwehr (evtl. auch mal Kinderfeuerwehr ab 6 Jahren), eine Küche, ein Abstellraum und ein Raum für Funktechnik und Verwaltung Platz. Die Grundfläche beträgt 400 m² zusammen mit dem teilweise zweigeschossig ausgeführten Bereich (190 m²) stehen insgesamt also 590 m² zur Verfügung. Im Außenbereich werden 12 Parkplätze für Einsatzkräfte entstehen.

Das Haus soll in den aktuellen energetischen Anforderungen ausgeführt und mit einer Pelletheizung geheizt werden.

Die Kosten für den Neubau einschl. Ausstattung werden auf 1.000.000,00 € kalkuliert. Das Hessen wird hierzu eine Zuwendung von vstl. 189.350,00 € gewähren. Beim Landkreis Fulda wurde aus Mitteln des Kreisausgleichsstock eine Zuwendung für den Neubau von 27.050,00 € beantragt.

Die Vorbereitungen für die Maßnahme (Bauantrag, Fachplanung, Ausführungsplanung usw.) läuft auf Hochtouren, damit im Spätherbst die Ausschreibung der anstehenden Arbeiten erfolgen kann. Ende Winter 2017/2018 soll das Feuerwehrhaus ausgeräumt und dann im Anschluss abgerissen werden, damit voraussichtlich im April mit dem Neubau begonnen werden kann. Ziel ist es, dass die Feuerwehr im Herbst in das Gebäude wieder einziehen kann, bevor der Winter beginnt.

Künftige Ausstattung Fahrzeuge:

Siehe oben: 5.    Der Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehr der Gemeinde Ebersburg sieht für den Standort Ried zunächst die Beschaffung eines Mittleren Löschfahrzeuges (MLF) vor und darüber hinaus mittelfristig die Stationierung eines Gerätewagen Logistik (GW-L) nebst wechselnder Beladung, die dann je nach Erfordernis zum Einsatz kommt.

Sonstige Informationen:

Der Ausbildungsstand der Feuerwehr Ried spiegelt sich unter anderem in der Teilnahme an verschiedenen Leistungsübungen (Wettkämpfe) wieder. So konnte man sich in diesem Jahr bereits zum fünften Mal zur Teilnahme am Landesentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung qualifizieren und wurde im vergangenen Jahr Kreismeister in dieser Disziplin. Auch die Jugendfeuerwehr nahm in den vergangenen Jahren an überregionalen Entscheiden teil.

Weiterhin zeichnet sich die Feuerwehr Ried durch ihr Engagement in Sachen Kooperation aus. Seit einigen Jahren besteht z.B. eine enge Abstimmung mit der Nachbarwehr aus Schmalnau - sowohl in Bezug auf Ausbildung als auch auf Einsatzabwicklung und Tagesalarmbereitschaft. Ebenfalls werden einige Übungen überörtlich und mit verschiedenen Organisationen geplant und durchgeführt.

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