Erstellung Klimaschutz-Teilkonzept ist abgeschlossen

Schlussbericht
über die Erstellung eines Klimaschutz-Teilkonzeptes / Energetische Gebäudebewertung in der Stadt Gersfeld (Rhön) und in der Gemeinde Ebersburg


I. Kurzdarstellung betreffend Aufgabenstellung, Voraussetzungen, Planung, Ablauf, wissenschaftlicher Stand, Zusammenarbeit

Wie bereits bei Antragstellung deutlich gemacht,  handelt es sich bei dieser Maßnahmen um ein Gemeinschaftsprojekt der Kommunen Gersfeld (Rhön) und Ebersburg, die bereits in vielen Bereichen interkommunal zusammenarbeiten. Beide Kommunen gehören zu den kleineren Kommunen im ländlichen Raum (unter 7.500 EW) und verfügen nur über eine geringe Personalausstattung, bei der sich Ausfälle und dgl. extrem bemerkbar machen.  Gerade bei solch kleineren Kommunen werden aufgrund der großen Bandbreite an Aufgaben je Mitarbeiter/in und teilweise fehlender Spezialisierung die "stillen" Energieverbräuche mangels Zeit und Fachwissen nicht genau dokumentiert, untersucht und Effizienzverbesserungen vorgenommen. Aus diesem Grund sind Gersfeld (Rhön) und Ebersburg besonders stolz, dass die Durchführung dieses Gemeinschaftsprojektes gelungen ist, obwohl in dem Zeitraum seit Antragstellung am 28.03.2012 und Erstellung des Verwendungsnachweises (31.03.2015)  in Gersfeld (Rhön) zwei Bürgermeisterwechsel (2012 und 2014) und in Ebersburg ein Wechsel in der Leitung der Bauabteilung (2014) stattgefunden haben.

Die beiden Kommunen verfügen über folgende kommunale Gebäude, in denen in unterschiedlicher Weise Energie verbraucht wird:
a) Gersfeld (Rhön)
•    acht Bürgerhäuser und Mehrzweckhallen,
•    eine Stadthalle mit integrierter Gastronomie,
•    drei Kindergärten,
•    sieben Feuerwehrhäuser,
•    eine Aussegnungshalle,
•    ein Rathaus mit zusätzlicher Außenstelle Bauhof.
b) Ebersburg
•    sieben Bürgerhäuser und Mehrzweckhallen,
•    drei Kindergärten,
•    fünf Feuerwehrhäuser,
•    fünf Aussegnungshalle (davon zwei mit Kühlanlagen),
•    ein Rathaus.
Nicht angeführt sind hier Wohngebäude (mit Mietwohnungen), der Wildpark Gersfeld, die beiden Schwimmbäder sowie die Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen, die gesondert zu betrachten sind.

Die oben aufgelisteten Liegenschaften werden alle von geringfügig beschäftigten Hausmeistern oder von ehrenamtlich verantwortlichen (Feuerwehr) bzw. nicht fachlich spezialisierten Mitarbeitern bewirtschaftet. Aus diesem Grunde eine professionelle Erstellung eines Klimaschutzteilkonzept für ausgewählte Liegenschaften beauftragt. Die Auswahl wurde dabei im Hinblick auf den Sanierungsstand der Liegenschaft, den aktuellen Energieverbrauch sowie die künftige Weiterverwendung durchgeführt.  Auf dieser Grundlage wurde für folgende 16 Liegenschaften ein Klimaschutzteilkonzept erarbeitet:
•    Mehrzweckhalle Thalau (Baujahr 1987-1990 - BGF 1.140 m²)
•    Bürgerhaus Weyhers (Baujahr 2006/2007 - BGF 1.037 m²)
•    Feuerwehr Thalau (Baujahr 1961/1998 - BGF 410 m²)
•    Feuerwehr Weyhers (Baujahr 1992/1993 - BGF 290 m²)
•    Gemeindeverwaltung Schmalnau (Baujahr 1991/1993 - BGF 696 m²)
•    Kindergarten Weyhers (Baujahr 1993/1994 - BGF 790 m²)
•    Kindergarten Thalau (Baujahr 1978 - BGF 442 m²)
•    Kindergarten Schmalnau (Baujahr 1966 - BGH 530 m²)
•    Bauhof Gersfeld (Baujahr 1968 - BGF 750 m²)
•    Bürgerhaus Gichenbach (Baujahr 1930/1978 - BGF 420 m²)
•    Bürgerhaus Mosbach einschl. Feuerwehr (Baujahr 1966 - BGF 550 m²)
•    Bürgerhaus Obernhausen (Baujahr 1930 - BGF 420 m²)
•    Bürgerhaus Sandberg (Baujahr 1890/1979 - BGF 275 m²)
•    Feuerwehr Gersfeld (Baujahr 1984 - BGF 1.270 m²)
•    Kindergarten Hettenhausen (Baujahr 1993- BGF 573 m²)
•    Stadthalle Gersfeld (Baujahr 1987 - BGF 3.836 m²)

Damit wurden acht Liegenschaften in Gersfeld mit einer Fläche von 8.094 m² und acht Liegenschaften in Ebersburg mit einer Fläche von 5.335m² untersucht.  Bei der Erstellung des Klimaschutzteilkonzeptes sowie der Umsetzung der daraus folgenden Maßnahmen war und ist eine Zusammenarbeit mit den Nutzern der genannten Liegenschaften, also der Feuerwehr, den Kirchengemeinden als Träger der Kindergärten, den sporttreibenden Vereinen usw. erforderlich.


II. Eingehende Darstellung Verwendung der Zuwendung, erzielte Ergebnisse, voraussichtlicher Nutzen usw.

Die gewährte Zuwendung  von 16.240,00 € wurde für die Bauauftragung eines Klimaschutz-Teilkonzeptes durch die SynEnergie GmbH, Heinrichstraße 17/19, 36037 Fulda verwandt. Der Gesamtaufwand von 23.796,43 € wurde mit einem Eigenanteil von 6.960,00 € durch die beiden Kommunen mitfinanziert. Die Kommunen haben jeweils getrennt für die in ihrem Eigentum befindlichen Liegenschaften mit der SynEnergie abgerechnet, wobei der Gesamtbetrag sich wie folg aufteilt:
- Gersfeld (Rhön) = 13.298,25 €
- Ebersburg = 10.498,18 €

Der detaillierter Bericht (Klimaschutz-Teilkonzept) wurde ebenfalls jeweils getrennt für die Stadt Gersfeld (Rhön) und die Gemeinde Ebersburg erstellt und liegt dem Verwendungsnachweis bei. Der Vordruck Verwendungsnachweis sowie das Formular Schlussbericht wird als Zusammenfassung für beide Kommunen erstellt.


III. Erfolgskontrollbericht

Die Aussagen über den Beitrag der Ergebnisse zu den förderpolitischen Zielen sind der CO2-Bilanz sowie dem Berichtsblatt ("Kurzfassung") zu entnehmen. Aus der Untersuchung ergibt sich ein Gesamteinsparpotenzial in Gersfeld (Rhön) von jährlich 74.832,31 kg CO2 und in Ebersburg von jährlich 65.183,23 kg CO2. . Hieraus resultieren auf Grundlage der Gesamtpotenzialbetrachtung Kosteneinsparungen von jährlich 17.995,76 € in Ebersburg bei einer Investition von 136.100,00 € (jeweils netto). Dem gegenüber stehen in Gersfeld (Rhön) Investitionen von 185.350,00 € einer jährlichen Einsparung von 20.660,56 € gegenüber (jeweils netto). Hierbei sind die jeweiligen Maßnahmen allerdings getrennt voneinander zu betrachten, so dass die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sehr unterschiedlich ausfällt. Betreffend der wissenschaftlich-technischen Ergebnisse und Erfolgsaussichten wird auf die beiden Konzepte verwiesen.  
 
Zeitplanung / weitere Umsetzung
Über den gesamten Zeitraum (01.04.2013 bis 31.03.2014 - verschoben/verlängert bis 30.09.2014) des Projekts „Erstellung eines Klimaschutz-Teilkonzepts für ausgewählte Liegenschaften der Gemeinde Ebersburg“ war die Öffentlichkeit über das Vorhaben, die Zwischen- und Endergebnisse zu informieren. Zuvor waren der Magistrat der Stadt Gersfeld (Rhön) und der Gemeindevorstand der Gemeinde Ebersburg über das Vorhaben informiert worden. Nach dem Start des Projekts wurde am 6. Januar 2014 in einer öffentlichen Sitzung des Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft in Ebersburg über Inhalt und Zielsetzungen des Projektes informiert. Ergänzend fand am 18. Februar 2014 ein gemeinsamer Pressetermin von Gersfeld und Ebersburg mit Vertretern der lokalen Presse statt (siehe FZ-Bericht am 19.02.2014).

Zu Beginn des Projekts wurde außerdem eine Information mit den wichtigsten Eckdaten auf der Homepage der Stadt Gersfeld  (www.gersfeld.de/umwelt-energieeffizienz.html) sowie der Gemeinde Ebersburg (http://www.ebersburg.de/de/aktuell-details/klimaschutzteilkonzept-und-fernwirktechnik-fuer-energieeinsparung.html) veröffentlicht. Nach Beendigung des Baustein 1 (Basisdatenerfassung) wurde ein Zwischenbericht den jeweiligen Verwaltungen (Bürgermeister mit Bauabteilung) vorgestellt und das weitere Vorgehen abgesprochen. Zum Abschluss des Projekts wurde der Zwischenbericht dann fortgeschrieben und ein abschließender Bericht für die Presse und Öffentlichkeit erstellt. Die abschließenden Klimaschutzteilkonzepte sind mit dem Schlussbericht mittlerweile auf der Homepage der jeweiligen Kommune eingestellt und der Öffentlichkeit zugänglich.

Aufgrund der oben dargestellten personellen Veränderungen sind die beiden Kommunen dabei in unterschiedlichem Tempo vorgegangen:

A) Ebersburg
Am  29. Januar 2014 wurde der Zwischenbericht für Ebersburg bereits im dortigen Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt. Parallel dazu hat die Gemeinde Ebersburg im Sommer/Herbst 2013 ein Leitbild mit Zielsystem erarbeitet und am 3. September 2013 in öffentlicher Sitzung der Gemeindevertretung verabschiedet. Auf Grundlage der bereits gestarteten Bemühungen zur Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes finden sich bei den insgesamt sechs Oberzielen die Zielsetzungen des Klimaschutzteilkonzeptes wie folgt wieder:

Umwelt- und Naturverbundenheit
•    Energetischer Selbstversorger mit erneuerbarer Energie
•    Energie-Effizienz in allen öffentlichen Einrichtungen
•    Förderung des Energiebewusstseins bei allen Ebersburgern
•    Umweltverträgliche Gewerbeansiedelung
•    Nutzung des Standorts Rhön
•    Etablierungsals klimafreundliche Gemeinde

Der abschließende Bericht für die Presse und Öffentlichkeit wurde in Ebersburg der öffentlichen Sitzung des Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft am 09. September 2014 den Mandatsträgern vorgestellt und das weitere Vorgehen beschlossen. In der lokalen Presse sowie im Internet erfolgte entsprechende Berichterstattung.

Dabei war eine zielgruppenorientierte Kommunikation Grundlage für die weitere Umsetzung:

a) Umrüstung der zentralen Warmwasserversorgung auf dezentrale Warmwasserversorgung  verbunden mit Installation einer PV-Anlage in den drei Kindergärten Schmalnau, Thalau und Weyhers (Position 1 und Position 4 der TOP 10 von Ebersburg)

In Verbindung mit der Umsetzung der Energiesparmaßnahmen in den drei Kindertagesstätten in der Gemeinde Ebersburg erfolgt eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit im Hinblick auf die in den Einrichtungen betreuten Kinder und deren Familien sowie die dort tätigen Erzieherinnen. Hier kommen Fortbildungen, Visualisierungssysteme, Projekte, Elternabenden usw. zum Einsatz.
-    Beschluss zur Umsetzung des Projektes im Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft am 09.09.2014
-    Vorstellung des Projektes bei den jeweiligen Verantwortlichen der Kindertagesstätten im November 2014
-    Mittelbereitstellung für die Umsetzung des Projektes im Haushalt 2015 (Beschluss am 26. Januar 2015)
-    Fortbildung für Erzieherinnen für  Projekt Energie/Nachhaltigkeit am 23./24. Januar 2015
-    Projektarbeit der Kindertagesstätten mit Kindern und teilweise Eltern zum Thema Energie/ Nachhaltigkeit ab Feb. 2015
-    Beschaffung Visualisierungssystem VisiKid (für Photovoltaik) und (De)Montage Warmwasserversorgung im April/Mai 2015 (nach der Heizperiode /derzeit werden Angebote eingeholt)

Hierdurch sind folgende jährliche Einsparungen zu erwarten:
-    Weyhers 1.584,70 kg/a CO2   / 868,00 €
-    Thalau 1.890,62 kg/a CO2   / 560,40 €
-    Schmalnau 1.686,72 kg/a CO2   / 499,90 €

•    Die grundsätzliche Sensibilisierung ermöglicht dann auch weitere Umstellungen sowie z. B. die einen Pumpentausch und Hydraulischen Abgleich (Position 3 der TOP 10) - Einsparung Weyhers 633,88 kg/a CO2, Schmalnau 674,69 kg/a CO2   und Thalau 756,25 kg/a CO2   

•    Ebenso ist hier eine Dämmung der Rohrleitungen und Pumpen geplant, die nochmals zu Einsparungen führen: Schmalnau 337,34 kg/a CO2   und Thalau 378,12 kg/a CO2  (in Weyhers besteht hierzu kein Handlungsbedarf).

b) Optimierung Warmwasserversorgung und Lüftungsanlage in der Mehrzweckhalle Thalau (auch noch zu Position 1  sowie Position 5 der TOP 10 von Ebersburg)

-    Beschluss zur Umsetzung des Projektes im Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft am 09. Sep. 2014
-    Januar 2015: Erstellen detailliertes Konzept für die Optimierung der Warmwasserversorgung und Lüftungsanlage einschl. Dämmung Leitungen - erstellt als Grundlage für die Einholung von Angeboten
-    Mittelbereitstellung für die Umsetzung des Projektes im Haushalt 2015 (Beschluss am 26. Januar 2015)
-    (De)Montage / Optimierung Warmwasserversorgung und Lüftung im April/Mai 2015 (nach der Heizperiode / derzeit werden Angebote eingeholt)

Hierdurch sind jährliche Einsparungen von 2.206,85 kg/a CO2  / 651,48 € für die Optimierung der Lüftungsanlage und Dämmung der Rohrleitung prognostiziert. Die Umstellung auf dezentrale Warmwasserversorgung soll Einsparungen von 3.678,08 kg/a CO2   / 868,10 € bringen.

c) Fachgerechte Betreuung / Regelung Steuerung Heizung / technische Beauftragte (Position 2 und Position 10 der TOP 10 von Ebersburg)

-    Beschluss zur Umsetzung des Projektes im Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft am 09. Sep. 2014
-    Im Oktober 2014 wurden auf Basis der gefassten Beschlüsse vier ausführliche Informationsveranstaltungen für die Nutzer der gemeindlichen Einrichtungen (Hausmeister, Feuerwehren, Vereine usw.) in den Ortsteilen der  Gemeinde Ebersburg durchgeführt, bei denen auf die jährlich anfallenden Energiekosten, das Nutzungsverhalten und die Möglichkeiten zur Reduzierung der Verbräuche eingegangen wurde. Diese Veranstaltungen sollten der Sensibilisierung, dem Wissensaustausch sowie der Vorbereitungen weiterer Maßnahmen für die jeweiligen Gebäude dienen. Dabei bezogen sich die Informationsveranstaltungen nicht nur auf die konkret im Zuge des Klimaschutz-Teilkonzept untersuchten Gebäude. Vielmehr wurden Erkenntnisse hieraus auch auf vergleichbare Liegenschaften angewandt.
-    Im Laufe des Jahres 2015/2016 soll für einige Liegenschaften ein Anreizsystem zur Energieeinsparung entwickelt werden, dass auf Grundlage der neuen Verbrauchsdaten nach Umsetzung der Optimierungsmaßnahmen (z. B. MZH Thalau) zum Einsatz kommen soll.

d) Heizungstausch Kindergarten Schmalnau (Position 7 der TOP 10 von Ebersburg)

-    Beschluss zur Umsetzung des Projektes im Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft am 09. Sep. 2014
-    Mittelbereitstellung für die Umsetzung des Projektes im Haushalt 2015 (Beschluss am 26. Januar 2015)
-    Frühjahr / Sommer 2015 oder 2016 : Erneuerung Kessel (je nach Entwicklung)


e) Dämmung obere Geschossdecke Kindergarten Thalau (Position 8 der TOP 10 von Ebersburg)

-    Beschluss zur Umsetzung des Projektes im Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft am 09. Sep. 2014
-    Mittelbereitstellung für die Umsetzung des Projektes im Haushalt 2015 (Beschluss am 26. Januar 2015)
-    Januar 2015 Antrag auf Fördermittel aus Sonderprogramm zum Erhalt bestehender Betreuungsplätze beim Land Hessen
-    Sommer 2015 Durchführung Dämmmaßnahmen

Effektives Gebäudemanagement / Controllingkonzept (siehe auch TOP 10 beider Gemeinden)
Hinsichtlich eines effektiven Gebäudemanagements als Steuerungselement (siehe Pkt. 5 des jeweiligen Klimaschutzteilkonzeptes) wurde von den Kommunen Ebersburg und Gersfeld (Rhön) bereits aufgrund der aus dem Zwischenbericht gewonnenen Erkenntnisse bei den Kommunen des Landkreises und darüber hinaus sowie bei dem regionalen Energieversorger eine Initiative gestartet, um für folgende Punkte zu sensibilisieren:
•    Controllingkonzept für die Energieverbräuche der kommunalen Liegenschaften,
•     Einsatzmöglichkeiten für eine gemeinsame Fernwirktechnik mit dem Ziel der Verbrauchs- und Funktionsüberwachung sowie der Steuerung diskutiert wurden.
Damit konnten nicht nur Multiplikatoren erreicht sondern für insgesamt neun Kommunen ein gemeinschaftliches Konzept zum internetbasierten Einsatz einer Fernwirktechnik erarbeitet werden. Auch dies wurde in der Presse entsprechend veröffentlicht (siehe Bericht in der Anlage).

In dem Zusammenhang wäre noch zu prüfen, ob durch diese Maßnahme höhere Einsparpotenziale erzielt werden können, als dies durch programmierbare Heizkörperventile möglich ist.

Anmerkung zur Straßenbeleuchtung (Punkt aus Kurzfassung / Berichtsblatt):
Die Stadt Gersfeld (Rhön) verfügt über ca. 884 Straßenlampen unterschiedlichster Bauart und Alters. In der Gemeinde Ebersburg stehen ca. 650 Straßenlampen ebenfalls in unterschiedlicher Zusammensetzung. In beiden Kommune kommt derzeit noch keine LED-Technik zum Einsatz.
Die Stadt Gersfeld (Rhön) sowie die Gemeinde Ebersburg haben wir nahezu alle anderen Kommunen im Landkreis Fulda und im weiteren Versorgungsgebiet des kommunalen Energieversorgers Rhönenergie ein Beleuchtungscontracting mit der Rhönenergie. Auf dieser Grundlage zahlen die Kommunen eine Mietpauschale oder einen Baukostenzuschuss für die Straßenlampen, sind aber nicht Eigentümer. Ebenso zahlen sie die verbrauchsabhängigen Stromkosten für die jeweiligen Straßenleuchten. Aufgrund einer flächendeckenden Umrüstung der Straßenbeleuchtung in 2009/2010 von Quecksilberdampflampen auf Halogendampflampen und der in den bisherigen Förderprogrammen geltenden Rahmenbedingungen wurde bisher keine Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik vorgenommen, weil die ohne Fördermittel eine extrem hohe finanzielle Belastung darstellt.
Der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung liegt
- in Gersfeld bei 214.000 kWh (2013) und in
- Ebersburg bei ca. 137.350 kWh (2013).  
In der Gemeinde Ebersburg wurden im Zuge einer Versuchsphase vom Oktober 2014 bis Januar 2015 ca. 500 der insgesamt 650 Straßenlampen  in der Zeit von 22.30 bis 5.30 Uhr in der Nacht abgeschaltet und damit ca. 60.000 kWh Strom gespart. Nach einer umfangreichen Bürgerbefragung im Januar 2015 wird die Nachtabschaltung um eine Stunde reduziert und die Standorte der dauerhaft leuchtenden Lampen neu festgelegt.
Ziel beider Kommunen ist es dennoch, bei entsprechender Förderung die bestehende Beleuchtung durch eine moderne LED-Technik auszutauschen, womit eine weitere erhebliche Einsparung erzielt werden kann.
 Ebersburg, den 17. März 2015
             Brigitte Kram
  -Bürgermeisterin Ebersburg -

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